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Aufgaben und Ziele des Kinder- und Jugendsportes


Die grundlegende Aufgabe des Fachbereichs (FB) ist es, alle Kinder und Jugendliche, die in irgendeiner Art und Weise mit dem Rollstuhl zu tun haben, sowie Angehörige, Freunde, Erzieher, Lehrer, Therapeuten etc. im ganzen Bundesgebiet anzusprechen.  Hauptsächlich sind dies Kinder mit einer angeborenen (Spina bifida) oder erworbenen Querschnittslähmung, Kinder mit einer cerebralen Bewegungsstörung (z. B. Spastik), Kinder mit Muskelkrankheiten oder der sogenannten Glasknochenkrankheit (Osteogenesis imperfecta). Darüberhinaus aber auch Kinder mit Mehrfachbehinderungen. Den Kindern und Jugendlichen und ihren Angehörigen kann über den Rollstuhlsport ein positives Lebensgefühl vermittelt und Perspektiven für ihre Situation und ihren weiteren Lebensweg aufgezeigt werden. Von daher ist es besonders wichtig, daß bei allen Aktivitäten erfahrene, »echte« Rollstuhlfahrer mitwirken. Es gibt immer noch sehr viele Eltern, die sich nicht vorstellen können, daß ihr Kind überhaupt in irgendeiner Form sportlich aktiv sein könnte, oder Kinder, die aufgrund ihrer Behinderung sogar vom Sportunterricht befreit werden. Hier aufklärend zu wirken und bestehende Vorurteile abzubauen ist ein Ziel. Ein weiteres großes Bestreben des FB ist es, die Rollstuhlversorgung der Kinder und Jugendlichen zu verbessern, die Fahrtechniken zu vermitteln und somit die Mobilität der Kinder und Jugendlichen für den Alltag zu erhöhen.
 
 

Kinder- und Jugendrollstuhlsportgruppen

In Deutschland sind uns derzeit über 100 Gruppen und Vereine bekannt, in denen Rollstuhlsport für Kinder und Jugendliche angeboten wird. Das ist noch lange nicht flächendeckend. In vielen Gegenden sollten noch weitere Rollstuhlsportgruppen für Kinder und Jugendliche entstehen. Hier bietet der FB beratend Informationen und Unterstützung an und versucht Leute für die Mitarbeit zu gewinnen. Die Übungsleiter der Vereinsgruppen werden jedes Jahr im Juni oder Juli zu einem Erfahrungsaustausch und Fortbildungswochenende eingeladen.
 
 

Mobilitäts- und Rollstuhltrainingskurse in Kooperation mit dem ASbH

Der FB bietet in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Spina bifida und Hydrocephalus (ASbH) jährlich über acht Mobilitäts- und Rollstuhltrainingskurse an. Dies sind einwöchige Lehrgänge, auf denen Kinder das Rollstuhlfahren und vieles andere mehr erlernen können. Es werden Wege zu mehr Selbständigkeit und Selbstbestimmung aufgezeigt. In angenehmer Atmosphäre und auf spielerische Art und Weise lassen sich viele Dinge erfahren und erlernen, die vorher unvorstellbar erschienen. Die Kurse setzen an den Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen an, das gemeinsame Erleben steht im Mittelpunkt. Die Kurse können vom Arzt verordnet und die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden.



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